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Parkett-News  

Neuigkeiten rund um das Handwerk


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News

26-07-04 15:01


 48. FEP Kongress


By FAHRBACH








Die europäische Parkett Industrie rüstet sich für die Zukunft
48. FEP Generalversammlung in Lugano, 11. Juni 2004

Die Eröffnungsrede wurde vom FEP Vorsitzenden Herrn Dieter Betz gehalten. Er wies auf die etwas unerwartet positive Entwicklung in der Parkett-Produktion und im Verbrauch hin, die es in den FEP-Mitgliedsländern in 2003 gab. Es wurden Zuwächse in beiden Bereichen festgestellt.

Danach rückte er die größten Herausforderungen für den europäischen Parkett Sektor der kommenden Jahre in den Mittelpunkt. Als da wären, die Belebung des Parkett Konsums in der FEP-Region, sowie die erfolgreiche Auseinandersetzung mit der immer weiter wachsenden Konkurrenz aus Asien und Ost-Europa.
Ebenso die Vergrößerung des Marktanteils von Parkett Produkten durch die Wiederentdeckung des Anteils, der durch Laminatböden verloren ging. Der Konsument muss von den immensen Vorteilen eines echten Holzfussbodens überzeugt werden.

Die Industrie muss sicherstellen dass Sie ihre eigene Rentabilität nicht gefährdet. Sie muss erkennen dass die Notwendigkeit für eine fundamentale Neu-Ausrichtung besteht.
Weg von der Zersplitterung, in Richtung einer gemeinsamen, kreativen und soliden pro-aktiven Vision. Auf diese Art ist zu gewährleisten dass Sie den zahlreichen zukünftigen Herausforderungen gewachsen ist und sich eine Zukunft sichert, die sich auch weiterhin auf einer soliden Basis entwickeln kann.

Gleichwohl, sah er bedeutende Möglichkeiten für eine zukünftig positive Entwicklung in der Parkettindustrie.
Diese sollte in der Lage sein ihre jährliche Produktion zu steigern, vorausgesetzt dass die Wirtschaft in Westeuropa den lange erwarteten Aufschwung bekommt und die Aktivität in der Baubranche zunimmt.
Die Parkettindustrie muss die von Natur aus gegebenen Vorteile ihrer Produkte in den Vordergrund stellen um erfolgreich zu sein.

Da der Erfolg von dem aktiven Handeln der Parkettindustrie abhängt, wird sich die FEP in den nächsten Jahren darauf konzentrieren, die richtigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Entwicklung zu schaffen.
Eines der Elemente in diesem Zusammenhang, ist die Stärkung der FEP als Organisation.



Neben dem aktiven Kontakt zu Parkett-Herstellern, plant FEP die Mitgliedschaft auch für Zuliefererfirmen zu ermöglichen. Dies geschieht im Hinblick darauf, eine breit gefächerte Parkett-Plattform zu schaffen.

Weitere Aktionen des FEP:

• Eine Verbraucherumfrage um herauszufinden warum Parkett nicht die favorisierte Lösung für den Fussboden ist;
• Die Organisation von Informationsveranstaltungen in den einzelnen FEP-Mitgliedsländern, in Zusammenarbeit mit den dortigen Vertretern;
• Beteiligung an der CEI-Bois Roadmap 2010 mit der Zielsetzung Holz und Produkte aus Holz zum führenden Material im Bauwesen und in der Inneneinrichtung zu machen;
• Das entwickeln von Verkaufsargumenten um den Parkettverkauf zu fördern;
• Ankurbeln von bereits erreichtem und Innovationskraft durch den jährlich zu vergebenden „best practice“-Preis;
• Austausch von positiven Erfahrungen unter den FEP-Mitgliedsländern;
• Der Start konkreter Aktionen um die Einzigartigkeit und den Namen Parkett zu schützen.

Die verschiedenen Pläne werden nun im Detail ausgearbeitet und je nach Themenrelevanz
den Mitgliedern präsentiert.

In Bezug auf die laufenden Aktionen, teilte die Generalversammlung erfreut mit, dass FEP einen Durchbruch im Verfahren mit den US-Zöllen zu verzeichnen hat.
Seit mehr als zwei Jahren wurde Parkett einseitig als Sperrholz eingestuft.
Fakt ist, FEP hat erreicht dass die Welt Zoll Organisation bei Ihrem Treffen im Mai 2004, entschieden hat, das Mehrschichtprodukte nun unter dem Titel 441830 als Parkett-Panelen einzustufen sind und nicht mehr als Sperrholz.
Es bleibt zu hoffen dass durch diese Regelung die Auseinandersetzung um Einfuhrzölle beigelegt werden kann.

Ein weiterer Durchbruch wurde erreicht in der Reaktion auf die Diskussion um Feuer-Sicherheitsstandards auf EU-Ebene.
FEP erwarte in Kürze eine formelle Bestätigung einer europäischen Entscheidung.
Demnach werden Parketthersteller in der Lage sein, bestimmte Produkte die eine spezielle Feuerfestigkeit haben, nicht zusätzlich testen zu müssen.
FEP hat sich in der Vergangenheit sehr dafür engagiert.

Was dass Organisatorische angeht, wurde Herr Dieter Betz als Vorsitzender von FEP bestätigt. Sowie auch die Vorstandsmitglieder Louis Borg (Panaget, Frankreich), Peter Hamberger (Hamberger Industriewerke, Deutschland), Javier Hervas (Mariano Hervas SA, Spanien) und Ralph Plessmann (Pamino, Deutschland).
Mats Friberg (Tarkett) wurde zum neuen Vorstandsmitglied ernannt.
Die Versammlung sprach Herrn Teerikorpi seinen Dank aus, er verließ den Vorstand im Mai 2004.

Auf die Generalversammlung folgte der europäische Parkett Kongress 2004. In dessen Mittelpunkt standen Themen wie Marktentwicklung und Wege zur Vergrößerung des Marktanteils für Parkett-Produkte.

Im Namen des „Parkett-Stabes“ sprach Herr Bernard Lysser (Direktor der Schweizer Parkettt-Industrie-Föderation), in einer wortgewandten Rede über die verschiedenen Aktivitäten der Schweizer Parkett Industrie um den Pro-Kopf-Verbrauch zu steigern.
Durch eine reihe Ziel gerichteter Aktionen wie technische Beratung, Werbung und Seminare war es möglich den Pro-Kopf-Verbrauch um 0,31qm/pro Einwohner zu steigern. Ein beeindruckendes Resultat.

FEP Generalsekretär Filip De Jaeger präsentierte die ersten Ergebnisse der Roadmap 2010. Eine Aktion der Europäischen Vereinigung der Holzverarbeitenden Industrie, CEI-Bois.
Zielsetzung ist hier der Durchbruch von Holz als das führende Baumaterial im Bauhandwerk und in der Innenarchitektur. Die Roadmap 2010 ist ein interessanter Motor um Marktanteile in der Parkettbranche zu vergrößern.

Das Glanzlicht des diesjährigen Kongresses war die Schlusspräsentation von Prof. Gino van Ossel. Er bezeichnet das strategische Marketing als Unverzichtbares Instrument um die gesetzten Ziele wie Wachstum und Wertezuwachs zu erreichen.

In einer gut fundierten und unterhaltsamen „Show“ nennt van Ossel Beispiele aus anderen Industrie-Branchen um folgendes zu verdeutlichen.
Die Vorraussetzung muss sein, dass man den Kuchen erst backt um ihn dann zu teilen.
Mit anderen Worten, die Industrie muss sicherstellen dass es etwas zu teilen gibt, bevor jeder seinen Teil beansprucht.
Der Vortrag traf auf aufrichtigen Beifall bei allen Teilnehmern, ein passender Abschluss der gut besuchten zweitägigen Veranstaltung.

Auf Einladung der ungarischen FEP-Mitglieder, beschließt die Generalversammlung einstimmig, dass die Versammlung im Juni 2005 in Budapest stattfindet.

Mehr Informationen über den FEP erhalten Sie von deren Sekretariat, zu erreichen unter:
e-mail: info@parquet.net
tel.: 0032 2 556 2587

Auf Anfrage sind Bilder des FEP-Kongresses in Lugano erhältlich.

Hier die wichtigsten statistischen Eckdaten der Parkett Industrie aus 2003

Produktion und Verbrauch im Aufwärtstrend !

Die Jahre 2001 und 2002 waren eher düstere Zeiten für die Branche. Die Parkettproduktion in den FEP-Mitgliedsländern ging entweder leicht zurück oder stagnierte.
Das Jahr 2003 scheint der Wendepunkt gewesen zu sein. Die Branche konnte endlich wieder Zuwachs in Produktion und Verbrauch verzeichnen.

Die Produktion in den „traditionellen“ FEP-Ländern stieg um 5,6 % und erreichte damit die Rekordhöhe von 65,8 Millionen qm.
Schließt man die (teilweise unvollständigen) Angaben der „neueren“ Mitglieder, Tschechien, Ungarn, Polen und Rumänien, mit ein, beläuft sich die Gesamtmenge produzierten Parketts auf 81 Millionen qm. Im Vergleich zu 2002 stellt dies einen Zuwachs von 5,6 % dar.

Dieses positive Ergebnis wurde unterstützt durch die Produktionszuwächse in Österreich, Polen, Spanien und Schweden. Dies ist zurückzuführen auf die Einführung neuer Produkte und erhöhte Kapazitäten von Rohmaterial.
Für die Branche ist dies ein Ausdruck großer Zuversicht für die Zukunft Ihrer Produkte.

(siehe Tabelle 1)

In Anlehnung an die vorliegenden statistischen Daten, stieg der Parkettverbrauch um 4,6 % auf ein Gesamtvolumen von 84,2 Mill. qm.
Beachtlich sind in diesem Zusammenhang die sehr guten Zahlen der nordischen Länder.
Obwohl die hohe Zuwachsrate die für Dänemark, Finnland und Norwegen ermittelt wurde, eher mit einem verbesserten Auswertungssystem und höherem Verbrauch in früheren Jahren zusammenhängt.
Spanien hat seine Position als wachsender Markt bestätigt und Belgien konnte ebenfalls gute Resultate vorweisen.

Der positive Trend der sich für die europäische Parkettbranche abzeichnet, sollte nicht zu verfrühtem Optimismus verführen, denn es liegen noch einige Herausforderungen vor uns.
Die Auswirkungen der EU-Erweiterung können noch nicht vorausgesehen werden.
Die eher schlechte Lage im Bauwesen und der gleichzeitig gewachsene Produktionsumfang von Parkett verschärfen den Marktwettbewerb
außerdem.

(siehe Tabelle 2)

Im Jahr 2003 stieg der Produktionsanteil von Mehrschichtparkett auf 78% in den traditionellen FEP-Ländern, allerdings zum Nachteil der anderen Parkettarten.
Die Produktion von Mosaikparkett ist auf 34% gesunken, somit liegt der Marktanteil nur bei 2% der Gesamtproduktion.
Der Produktionsumfang anderer Parkettarten ist auch zurückgegangen (Lamparkett –11,6% und Massivparkett – 3,4%).

Die Produktion von Mosaikparkett hat sich innerhalb der FEP Gemeinschaft in die neuen EU-Mitgliedsländer verlagert.

In absoluten Zahlen hält Schweden seine Position als wichtigstes Parkett produzierendes
FEP-Land mit 18,54%, gefolgt von Deutschland mit 12,76%, Dänemark, Finnland und Norwegen mit 12,09%, Polen 11,16%, Spanien 8,95% und Frankreich mit 8,88%.
Aus Datenschutzgründen wurden die Zahlen für Dänemark, Finnland und Norwegen erstmals zusammengefasst.

Mit 1,67 qm/pro Einwohner ist Schweden der wichtigste pro Kopf Produzent. Danach folgt Österreich, Dank der erhöhten Produktionsrate, kann Österreich nun eine pro Kopf Rate von 0,77 qm/pro Einwohner verzeichnen. Finnland, Norwegen und Dänemark liegen mit 0,65 qm/pro Kopf an dritter Stelle.
Die durchschnittliche pro Kopf Produktion hat sich in den FEP-Ländern auf 0,21 qm erhöht.
Der Verbrauch von Parkett in den „traditionellen“ FEP-Ländern erhöhte sich um 4,58% im Vergleich zu 2002.
Die Produktion liegt demnach bei 84,1 Millionen qm jährlich (in Anbetracht der nicht Verfügbarkeit von Verbraucherzahlen, können keine Aussagen für die neuen Mitgliedstaaten gemacht werden).

Es wird erwartet das der Gesamtverbrauch von Parkett in der EU und den EFTA-Ländern (eingeschlossen die nicht FEP-Mitglieder wie UK, Griechenland, Irland und Portugal), wesentlich höher ist und sich auf mehr als 95 Millionen qm beläuft.

Deutschland beansprucht den größten Anteil mit 23,08% (25,3% in 2002), gefolgt von Spanien mit einem Anteil von 17,5%, Italien mit 15,4% und Dänemark/Finnland/Norwegen mit 9,8%.

Die Österreicher sind die größten Parkett Konsumenten mit 0,59qm/pro Kopf, gefolgt von den nordischen Ländern mit 0,55qm/pro Kopf und der Schweiz mit 0,53qm.

(siehe Tabelle 3)

Die tropischen Hölzer gewinnen weiter an Bedeutung, speziell auf Kosten der Buche. Der Verbrauch ist fast gleich hoch.

Der Anteil von Parkett auf dem europäischen Fussbodenmarkt

Laut Intercontuft, stieg der Gesamtverbrauch von Parkett auf 90 Millionen qm in 2003. Dies stellt einen Marktanteil von 5% dar.
Diese Zahl erscheint fragwürdig in Bezug auf die Verbrauchszahlen die alleine für die FEP-Länder ermittelt wurden.
Wie zuvor angegeben, bewertet FEP den Gesamtverbrauch auf mindestens 95 Millionen qm, dies ergibt einen Marktanteil von 5,3%.


Perspektive für 2004

Bereits im Januar zeigte sich gemäßigter Optimismus in der Branche bezüglich der Wertentwicklung für 2004.
Im Hinblick auf die bereits erreichten Ergebnisse in 2003 und der Atmosphäre der letzten Messen, erscheint der Optimismus legitim. Obwohl zu diesem Zeitpunkt die Einflüsse des steigenden Ölpreises und die Entwicklung des Handels noch nicht abzusehen sind.






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